Vorbericht – Pension Schöller

Ist ein exzentrischer Mensch bereits irre – oder nur höchstens außergewöhnlich?

Dieser Frage geht die Laienspielgruppe in der Theatersaison 2019 nach, sie zeigt im Bürgersaal des „Gasthof zum Alten Wirt“ in sechs Vorstellungen den Schwank in drei Akten „Pension Schöller“ nach Laufs/Jacoby in der Bearbeitung von Hugo Wiener. Premiere ist am 14. September 2019. Regie führen Tina Wegman und Florian Apold.
Das Stück „Pension Schöller“ ist ein Klassiker unter den Komödien, vielfach verfilmt, in zahlreichen Hör-spielen aufgearbeitet und auch auf DVD erhältlich. In unzähligen Theatern wurde die „Pension Schöller“ schon aufgeführt, jetzt nehmen sich die Schauspielerinnen und Schauspieler der Laienspielgruppe Langenbach des Themas an. Und zwar in der Bearbeitung von Hugo Wiener, die dieser für die Wiener Kammerspiele erstellt hat.

Worum geht es in diesem Stück?
Ein Bisschen Neugierde, ein Bisschen Voyeurismus, in diesem Fall das heimliche Beobachten der Bewohner einer „Irrenanstalt“ – allerdings angeblich zu respek-tablen Zwecken.
Der Gutsbesitzer Philipp Lenzmayer ist so ein Neugieriger, denn er will zu gerne einmal eine Irrenanstalt von innen sehen. Und das lässt er sich sogar etwas kosten! Er verspricht seinem Neffen Alfred finanzielle Unterstützung bei dessen Firmengründung, wenn er in eine Irrenanstalt eingeschleust wird. Was also tun? Alfreds Freund Robert Wagner rät zu einem Fake, wie man heute sagen würde, dem Onkel werden die Gäste aus der „Pension Schöller“ vorgestellt, die alle einen „Tick“ haben – Philipp Lenzmayer amüsiert sich königlich. Er lernt die Schriftstellerin Sophie kennen, die mit ihrer Fragerei allen auf die Nerven geht, den aufbrausenden Major a.D. Kloss, dazu einen Löwenjäger Bernhardi und auch den Möchtegern-Schauspieler Leo, der kein „L“ sagen kann und dafür ein „N“ spricht. In dem guten Glauben, die Bewohner der Pension Schöller seien dort alle eingesperrt und er würde sie nie wieder zu Gesicht bekommen, hat Lenzmayer einen Spaß daran, die vermeintlich Verrückten richtig zu verschaukeln. Aber die Sache wird problematisch, als diese ihn über-raschend auf seinem Gut besuchen. Was 1890 bei der Uraufführung gegolten hat, das gilt noch immer: Ein mächtiger Spaß!

Premiere ist am Samstag, dem 14. September 2019, um 19 Uhr 30. Weitere Vorstellungen sind am Freitag, dem 20., Samstag dem 21., Freitag, dem 27. und Samstag, dem 28. September 2019 angesetzt. Alle beginnen um 19 Uhr 30 im Bürgersaal des „Gasthof zum Alten Wirt“ (Einlass ab 18 Uhr 30). Am Sonntag, dem 15. September 2019, wird dort zusätzlich um 16 Uhr eine Vorstellung mit Kaffee und Kuchen angeboten, Einlass dazu ist ab 14 Uhr 30.
Karten zum Preis von 10 Euro gibt es bei Schreibwaren Penger in Langenbach, Freisinger Straße 4, und online unter www.laienspielgruppe-langenbach.de.

verfasst von Raimund Lex